Ausstellung zur Diskriminierung von Frauen im Job und Karriere




Gläserne Decken, ausbleibende Beförderungen, ungleicher Lohn bei gleicher Arbeit, Kündigung aufgrund von Schwangerschaft, sexistische Kommentare, konstant unterschätzt werden und Kompetenzen abgesprochen bekommen – die Liste von Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen, die Frauen im Laufe ihrer Karrieren begegnen, ist lang.


Die Wanderausstellung „Was ich anhabe…“ macht darauf aufmerksam. Sie ist das Folgeprojekt der erfolgreichen Wanderausstellung „Was ich anhatte…“, die 2020 konzipiert wurde und sexualisierte Gewalt gegen Frauen thematisiert. Seitdem tourt die Ausstellung durch 17 Städte und ist für dieses Jahr komplett ausgebucht.

„Was ich anhabe…“ nimmt nun strukturelle Diskriminierung im Feld von Beruf und Karriere in den Blick. Es geht um Geschichten von Frauen, die aufgrund ihres Geschlechts auf Hürden und Grenzen am Arbeitsplatz stoßen. Die Ausstellung möchte diese Geschichten erzählen und aufzeigen, auf welch vielfältige Weise Frauen in der Berufswelt klein gehalten werden. Gleichzeitig möchte die Ausstellung Frauen zu Wort kommen lassen, die sich zur Wehr setzen und trotz Hindernisse ihren Weg erfolgreich beschreiten.

Wie bei „Was ich anhatte…“ sollen die Geschichten zum Lesen in der neuen Ausstellung in Begleitung von Kleidungsstücken der Protagonistinnen installiert werden. Diese Kleidungsstücke dienen als dramaturgisches Element sowie als Symbol für die geteilte Erfahrung und können für Vieles stehen: Wie Frauen sich zurecht machen und biegen müssen, eine Professionalität verkörpern müssen, die auf männlichen Normen basiert; was Frauen tragen, während ihnen Sexismus auf der Arbeit widerfährt; welche Kleidung als Kostüm dient, in der sie sich verstecken, um nicht aufzufallen; und aufgrund welcher Kleidung Frauen Diskriminierung ertragen haben – Diskriminierung, die ihnen nur aufgrund ihres Geschlechts zuteil wird.